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Elon Musk ist der erste, der 200 Milliarden Dollar verloren hat


Elon Musk hat in etwas mehr als einem Jahr einen beispiellosen Vermögensverlust erlitten. Lag sein geschätztes Vermögen laut "Bloomberg"  im November 2021 bei etwa 340 Milliarden US-Dollar ist es inzwischen auf 137 Milliarden US-Dollar zusammengeschmolzen – kein Mensch vor ihm hat in so einem Zeitraum so viel Geld verloren, heißt es in dem Bericht.

Zentraler Grund für den enormen Verlust ist der Absturz der Tesla-Aktie; sie hat im vergangenen Jahr 65 Prozent an Wert verloren. Musk hatte zuvor zahlreiche Anteile an dem Autohersteller abgestoßen, um den 44 Milliarden Dollar teuren Kauf des sozialen Netzwerks Twitter zu finanzieren.

Gleichwohl liegt Musk noch auf Platz zwei der "Bloomberg-Reichenliste" . Diesen Monat erst hatte ihn die Familie des französischen Unternehmers Bernard Arnault überholt, sie besitzt ein Vermögen von 162 Milliarden US-Dollar. Arnault ist Chef des Konzerns LVMH, zu ihm gehören 70 Luxusmarken wie Louis Vuitton, Moët & Chandon und Bulgari.

Die Cash-Maschine Tesla vernachlässigt

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Tesla war vor 13 Monaten noch mehr als 1,1 Billionen Dollar wert und bringt es aktuell auf einen Börsenwert von rund 385 Milliarden Dollar. Nach mehreren Jahren mit einem steilen Kursanstieg hat sich Tesla von einem Highflyer und Börsendarling zu einem Problempapier für Investoren entwickelt. Anleger beunruhigt nicht nur das schwächere Wachstum und die schwächelnde Nachfrage. Auch die Doppelrolle von Elon Musk als Chef von Tesla und von Twitter stieß auf Kritik: Statt sich auf das Wachstum der Cash-Maschine Tesla zu konzentrieren, verwende Musk einen Großteil seiner Zeit mit dem Sanierungsfall Twitter, kritisierte etwa der Tesla-Investor Leo Koguan.

Die Ankündigung vor Weihnachten, in den kommenden zwei Jahren wohl keine Tesla-Aktien mehr zu verkaufen und die Führung bei Twitter abzugeben, sobald er einen geeigneten Nachfolger gefunden habe, konnte die Investoren kaum besänftigen.

Investmentbanken rudern zurück, die Bewertung bleibt hoch

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Und trotz des Kurssturzes ist Tesla an der Börse immer noch höher bewertet als etwa die drei deutschen Autobauer Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz zusammen. Von einem "Schnäppchen" kann bei Tesla auch bei der aktuellen Bewertung nicht die Rede sein.

Zwar steigert Tesla immer noch verlässlich die Gewinne: Allein im dritten Quartal 2022 hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Dennoch spürt der Marktführer den wachsenden Druck der Konkurrenz. Zwischen 2018 bis 2020 dominierte Tesla den Markt für Elektroautos mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent. Dieser Marktanteil ist 2021 auf 71 Prozent gefallen, wie der Datenlieferant S&P bekannt gab. Im Jahr 2022 dürfte Teslas Marktanteil unter die Schwelle von 70 Prozent gefallen sein. Damit ist der US-Elektroautobauer aber immer noch mit großem Abstand Marktführer. Das Problem ist jedoch nicht die Marktstellung, sondern die extrem hohe Bewertung des Unternehmens.

"Tesla läuft besser denn je. Wir haben keine Kontrolle über die Federal Reserve. Das ist das eigentliche Problem."

Elon Musk

Der Tesla-Chef seinerseits weist Bedenken hinsichtlich Tesla zurück und wiederholte zuletzt auf Twitter seine Kritik an der US-Notenbank Fed dafür, dass sie die Zinssätze im schnellsten Tempo seit einer Generation erhöht hat. "Tesla läuft besser denn je!", schrieb Musk am 16. Dezember auf Twitter. "Wir haben keine Kontrolle über die Federal Reserve. Das ist das eigentliche Problem."

Musk, der bereits in der Vergangenheit in großem Umfang Kredite für seine Tesla-Beteiligung aufgenommen hat, warnte jedoch zuletzt auch vor den Gefahren von geliehenem Geld in panikartigen Märkten. "Ich rate Leuten, in einem volatilen Aktienmarkt keine Margin-Schulden zu machen und vom Standpunkt des Bargelds aus gesehen, das Pulver trocken zu halten", sagte Musk laut "Bloomberg" kürzlich in einem Podcast. "Man kann in einem Abwärtsmarkt einige extreme Dinge erleben."

Inzwischen beeilen sich die großen US-Investmentbanken, ihre hohen Kursziele für die Tesla-Aktie schrittweise der Realität anzupassen. Die US-Investmentbank Morgan Stanley zum Beispiel senkte das Kursziel für die Tesla-Aktie um rund 25 Prozent von 330 auf 250 US-Dollar. Doch auch mit dem deutlich reduzierten Kursziel liegt Morgan Stanley noch weit über dem aktuellen Kurs von knapp 123 US-Dollar. Die Tesla-Aktie müsste sich mehr als verdoppeln, um das neue Kursziel der sogenannten Experten zu erreichen.

Die Erwartungen an den Autobauer und Elon Musk bleiben also hoch – die Fallhöhe bleibt es auch.

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Author: Jennifer Johnson

Last Updated: 1704262322

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